Raupen

Schlussfeier

Am Donnerstag, 28. Juni 2012 fand die traditionelle Schulschlussfeier statt. Die Primarschule Balgach stellte die Schlussfeier unter das Motto «Es war einmal ...».
So, wie die Märchen beginnen, so blicken viele Schülerinnen und Schüler auf einen Abschnitt ihrer Schulzeit zurück. Die an der Aufführung beteiligten Klassen wechseln alle in eine höhere Stufe.
Eine Stunde lang wähnten sich Eltern, Grosseltern und Geschwister der auf der Bühne agierenden Kindergartenkinder, Schülerinnen und Schüler im reich der Märchen. Die Schlussfeier der Primarschule Balgach stand unter dem Motto «Es war einmal ...». Schulleiter Christof Bicker begrüsste mit zum Motto passenden Worten: «Es waren einmal 350 Zwerge, die Weggefährten und Meister fanden. Alle lernten viel auf wundersame Weise.»

Das Nichtstun hat seinen Wert

Am Ende eines Schuljahres werde immer Rückblick gehalten, sagte Christof Bicker. «Was war denn da einmal? Man erinnert sich und fragt sich auch, was erreicht wurde und was nicht.» Schulratspräsident Reto Wambach wisse, dass die Anforderungen, die der Lehrplan an die Kinder stellt, sehr hoch sind. Er riet den Eltern, ihren Kindern in den Ferien Entspannung zu gönnen. «Das Nichtstun hat seinen Wert. Die Kinder können sich erholen und Kräfte für das neue Schuljahr sammeln.»
Reto Wambach dankte allen, die sich in den Dienst der Schule stellen. Das Schönste an der Schule sei, zu erleben, wie die Kinder sich entwickeln.

Liebe zu Tanz und Rollenspiel

In Balgach ist es Tradition, dass diejenigen Schülerinnen und Schüler, die die Stufe und damit auch die Lehrer wechseln, ein Programm auf der Bühne aufführen. Passend zum Motto führten die Kindergartenkinder einen Hexentanz auf. Die Einführungsklasse inszenierte «Hänsel und Gretel» mit viel Humor. Viertklässler liessen das Publikum anhand eines kurzen Textes Märchen erraten. Die Bremer Stadtmusikanten wandelten als Scherenschnitte auf einer Leinwand. Zweitklässler zeigten ihr rhythmisches Talent mit Perkussions-Instrumenten. Wer wusste, dass «Rotkäppchen» gerne tanzte. Auch Max und Moritz war nach ihren Streichen zum Tanzen zumute. Die Sechstklässler waren die Ältesten auf der Bühne. Sie verlassen die Primarschule und treten in die Oberstufe ein. Sie führten rassige Tänze auf. Es gibt auch moderne Märchen, oder eben Lügengeschichten, wie in einer Diaschau gezeigt wurde. Ein Schiff im Heerbrugger Zentrum, Mücken, so gross wie Ziegen - alles frei erfunden. Aber Tatsache ist, dass nun die Ferien beginnen.

Bea Sutter, "Der Rheintaler", 30 Juni 2012