Raupen

Richtig reagieren, wenn's brennt

Jedes Jahr lädt die Feuerwehr Mittelrheintal die Sechstklässler von Balgach, Diepoldsau und Widnau zu einer Demonstration ein. Die Schülerinnen und Schüler lernen, was sie tun müssen, wenn es brennt.
Am Mittwoch, 7. September fand der Schulunterricht der Balgacher Sechstklässler beim Feuerwehrdepot Hutmacher in Widnau statt. Angesagt war nicht Rechnen oder Schreiben, sondern eine Lektion darüber, was zu tun ist, wenn es brennt. «Auch mit den Widnauer und Diepoldsauer Sechstklässlern führen wir diese Informationsveranstaltung durch», sagte Marco Köppel, Kommandant der Feuerwehr Mittelrheintal.

Richtig alarmieren spart Zeit

Die Schüler lernten, wie man bei einem Brandausbruch die Feuerwehr richtig alarmiert. Zuerst wird die 118 gewählt, dann werden Name und Adresse angegeben. Zu einer korrekten Notfallmeldung gehört auch die Angabe des Ereignisses. Die Angabe von Verletzten, soferndies möglich ist, isteinewichtigeAussage.Dasrichtige Alarmieren leiste der Feuerwehr wertvolle und zeitsparende Dienste, sagte Marco Köppel. Die Jugendlichen erfuhren im theoretischen Teil auch, wie ein Brand entsteht. Dazu brauche es die drei Elemente Brennstoff, Sauerstoff und Zündenergie. Die Schüler wurden auch über die Brandklassen instruiert. «Anhand der Brandklassen entscheidet die Feuerwehr, welches Löschmittel eingesetzt wird», erläuterte der Kommandant. Beeindruckt waren die Schüler vom grossen Fahrzeugpark und den vielen verschiedenen Geräten, welche für die Einsätze gebraucht werden. Auch die Schutzausrüstung und die Atemschutzgeräte sorgten für Staunen.

Brände wirksam löschen

Nach dem theoretischen Teil zeigten die Instruktoren unter der Leitung der kantonalen Instruktorin Corinne Epple im Freien, was zu tun ist, wenn ein Gerät in der Wohnung brennt. Zuerst immer die Stromzufuhr abtrennen und dann das richtige Löschmittel wählen. «Niemals Wasser in heisses Öl giessen, das ist lebensgefährlich », warnte Corinne Epple. Die Feuerwehrleute demonstrierten, was passieren würde: Es gibt eine Riesen-Explosion. Dass Pyros nur mit Sand gelöscht werden können, auch das wurde veranschaulicht. Pfannenbrände löscht man am besten mit einer Löschdecke oder mit einem Pfannendeckel. So erstickt das Feuer. Die Schüler konnten diese Massnahmen selber üben. Auch den Umgang mit dem Feuerlöscher lernten sie. Am Schluss erhielten alle Schüler einen Flyer mit Informationen zur Jugendfeuerwehr. «Abder sechsten Klasse kannman in der Jugendfeuerwehr mitmachen. Wir hoffen, dass wir mit dieser Aktion das Interesse der Jungen am Feuerwehrwesen geweckt haben, sagte MarcoKöppel.

Bea Sutter, "Der Rheintaler", 8.9.2011