Raupen

Ortsgemeindetag 2009

Die Schülertage haben bei der Ortsgemeinde Balgach Tradition. An diesen speziell Tagen wird versucht, das Wissen der Schülerinnen und Schüler über die Region und die Gemeinde, in der sie wohnen, aufzupolieren. Am Morgen erhielten sie einen Einblick in die Waldbewirtschaftung und allem, was dazugehört, sogar das Fällen eines Baumes.

Dazu gabs Informationen, welche Arbeiten es innerhalb der Ortsgemeinde zu verrichten gibt, begonnen beim Forst bis hin zum Unterhalt der eigenen Strassen und Wege.

Im Rahmen eines weiteren Programmpunktes wurde den Schülerinnen und Schülern aufgezeigt, dass Trinkwasser nicht ohne weiteres Zutun aus dem Wasserhahn fliesst, sondern viel Arbeit und Technik dahinterstecken. So informierte Urs Hutter über die Quellen und Reservoirs sowie viel Wichtiges für einen gut funktionierenden Wasserhaushalt in der Gemeinde oder im Gemeindeverbund. Rechtzeitig vor dem Mittagessen versammelten sich Lehrer- und Schülerschaft beim Tratthof der Ortsgemeinde Balgach, wo zum Spaghettiplausch gebeten wurde. Die Verpflegung offerierte die Ortsgemeinde. Dazu wurden am Holzbau Pläne und Info­tafeln angebracht, um Aufgaben und Besitz der Ortsgemeinde Balgach visualisiert zu vermitteln. Die Ortsgemeinde ist im Besitz von insgesamt 298,5 ha Boden, was etwa der Fläche von 418 Fussballfeldern entspricht. Davon sind 198,7 ha Feld und 99,8 ha Wald. 1,5 ha sind Industrieland. Neben Feld und Wald gilt es für die Ortsgemeinde auch, Strassen und Brücken zu unterhalten. Sie verfügt über 6,2 km Strassen mit Teerbelag, 5,3 km Naturstrassen, 7,1 km Waldstrasse sowie 3,5 km Waldwege. Dazu kommen vier Brücken, wobei die Rietaachbrücke in einer Holz-Beton-Kons­truktion im Jahre 1997 neu erstellt wurde. Gab es auf dem Gebiet der OG Balgach noch 68 Landwirte, so sind es heute 14 Familienbetriebe.

Und damit alle Kinder wissen, woher die Milch tatsächlich kommt, wurde nach dem Essen ein Abstecher zum Fasanenhof unternommen, wo Landwirt Patrik Metzler Einblick in die Milchwirtschaft gewährte. Anschliessend gings zum Eichhof von Köbi Ritz, der über Mutterkuhhaltung, Sämaschine und Futtermischer zu berichten wusste.

Alles in allem war dieser Tag für die Balgacher Sechstklässler sicherlich wertvoll. 

Text: Kurt Latzer, Volkszeitung